Header

Gesamt: 9
Gäste: 9
Member: 0

0044 Dennis
20.09.2012 00:23
Träume von einer
zünftigen Kneipe
!!!!
Alle Einträge


This is a captcha-picture. It is used to prevent mass-access by robots. (see: www.captcha.net)   

Noch 280 Zeichen

 

-- Exkursion Freiberg --
Auf den Spuren von Tradition und Ursprung

Der Verein Eichenkranz, der als Förderverein und Freundeskreis des Lederinstitutes Gerberschule Reutlingen in das Vereinsregister eingetragen ist, war wieder einmal unterwegs. Neben den Studenten des 1. und 4. Semester waren einige Mitarbeiter des Lederinstitutes Gerberschule Reutlingen bei dieser 3 - tägigen Reise dabei. In Zusammenarbeit mit der LGR organisierte der Eichenkranz die Exkursion Freiberg 98’. Die erste Station war die Lederfabrik Südleder in Rehau die alle Exkursionsteilnehmer begrüßte und gut vorbereitet die Räumlichkeiten und die Produktion bis in das Detail erklärte. 
Frau Hase, Herr Doerr und Herr Großmann von der Lederfabrik Südleder beantworteten geduldig die Fragen der Studenten. Die Studenten waren sichtlich beeindruckt von der Produktionsgenauigkeit und Sauberkeit der Lederfabrik Südleder in Rehau.

Herr Rütten und Herr Großmann. Ein Dankeschön für die fachmänische Führung

Die nächste Station der Reise lag mitten in Freiberg. Das Forschungsinstitut für Leder und Kunstledertechnologie (FILK). 
Dort, begrüßt von Prof. Dr. Stoll, konnten alle Teilnehmer der
Exkursion im ehemaligen Hörsaal der Gerberschule Freiberg den Ausführungen über die jetzigen Aktivitäten des Filk zuhören.

Exkursionsteilnehmer im ehemaligen Hörsaal der Gerberschule Freiberg heutiges FILK

Prof. Dr. Stoll berichtete über Forschungsvorhaben und den Anstrengungen im Kunstlederbereich.Während der Führung durch das historische Gebäude hörten die Studenten gespannt zu, um über die
Kunstlederherstellung einiges zu erfahren.

Gespannt hören die Studenten die Ausführungen von Prof. Dr. Stoll

Besonders aufregend war der Besuch in der gewaltigen Bibliothek des FILK. Einige Teilnehmer konnten Ihre eigenen Namen, oder die Ihrer Väter und Großväter in den Jahrgangsbüchern finden.

 

Auf Suche nach Vorfahren in den Jahrgangsbüchern

Der erste Abend dieser Reise war wohl der Höhepunkt. Der Eichenkranz schlug zusammen mit dem Verein deutscher Studenten in Freiberg einen gemeinsamen Kneipkommers. Seit der Gründung des Verein Eichenkranz 1889, und der Auflösung im Jahre 1939 in Freiberg, wurde kein Kneipkommers auf Freiberger Boden danach durchgeführt. Nach der Neugründung 1956 in Reutlingen, mußten fast 59 Jahre vergehen, bis der Eichenkranz am Ort seiner Entstehung wieder zünftig feiern konnte. In der Betstube des „Schacht alte Elisabeth“ kam die richtige Stimmung auf. Unvergeßlich für jedes Mitglied.

Verein deutscher Studenten und der Eichenkranz in der Betstube „Schacht alte Elisabeth“

Am nächsten Morgen in alter Frische, wurde früh die nächste Station der Reise die Sämischgerberei Müller in Nossen besucht. Dort erklärte Herr Müller jun. wie schon zu früheren Zeiten Abwasserklärung und
Recycling gehandhabt wurde. Das gewaltige Gebäude und die große Produktionsfläche auf mehreren Etagen wirkte beiendruckend. 
Besonderes Interesse hatten die Teilnehmer an der Hammerwalke, die zum
Einwalken des Trans in die Hirsch- oder Rehfelle benutzt wird.

Die Hammerwalke in der Gerberei Müller in Nossen

Nachdem die Studenten ausführlich die Produktion von Sämischleder hautnah miterleben durften, ging die Fahrt weiter zum Lohgerbermuseum nach Dipoldiswalde. Dort zeigte der dortige Leiter des Museums,
Herr Dr.Groß, den Teilnehmern wie ein Lohgerber gelebt und gearbeitet hat. Das alte Lohgerberhaus,welches von Dr. Groß mit Liebe und Sachverstand restauriert wurde, zeigt eine stehende Produktion einer
Lohgerberei. Werkzeuge und etliches Material sind ausführlich beschrieben und wurde fachmänisch von Ihm erklärt.

Schriftführer S. Banaszak, Dr. Groß und der 1. Vorsitzende Peter Rütten.

Nach dem Besuch des Lohgerbermuseums in Dipoldiswalde ging die Fahrt zurück nach Freiberg,wo Herr Klaus Otto Schoppe eine Stadtbesichtigung mit den Teilnehmern durchführte. Sehenswürdigkeiten,die Gerberpassage, alte Gerberhäuser und Straßen waren die Höhepunkte seiner ausführlichen Führung. Zum Schluß durfte ein Ritt auf den Löwen am Marktplatz nicht fehlen. Am 3. und letzten Tag dieser Exkursion ging die Reise noch nach Dresden. Eine Stadtbesichtigung und eine 
Raddampferrundfahrt auf der Elbe war die abschließende Krönung der doch sehr anstrengenden Exkursion.

Wir danken den Firmen Lederfabrik Lindgens Seton, TFL, Avellis & Huster, Gerberei Fischer, Bayer Rhein Chemie und Dr. Eberle für die finanzielle Unterstützung.

Stefan Banaszak